Seite drucken   Sitemap   Mail an die Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum   Hinweise zur Änderung der Schriftgröße  

Presse 2011

Soziale Schwelbrände löschen

WAZ, 17.10.2011

Der Paritätische Wohlfahrtsverband feierte 50-jähriges Bestehen- -Hilfe für Vereine und Selbsthilfegruppen

Schnellere Hilfe für Migranten

WAZ, 04.10.2011

Depressionen werden oft spät erkannt. Das gilt für den Profifußball. Das gilt für Erwachsene und Kinder aus Migrantenfamilien, weiß das Bochumer Bündnis gegen Depressionen. Im Symposium "Depressionen und Migrationen" am morgigen Mittwoch, 5.Oktober, will die Klinik für kinder und Jugendmedizin des St. Josef-hospitals mit dem LWL-Klinikum und dem Martin Luther-Krankenhauses den Blick auf den emotionalen Stress von Zuwanderungerfamilien richten. "Weil sie Angst haben, sich nicht richtig ausdrücken zu können und nicht gut verstanden zu werden, finden Mitbürger türkischer, russischer oder anderer Herkunft weniger den Weg in die Psychotherapeuten oder in die Psychiatrie", beobachtet die Experten. Wie die Hilfe früher einsetzten kann, soll abn 16 Uhr im Seminarraum des Kinder-Ambulantenz-zentrums diskutiert weden. Alle interessierte Bürger sind willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung: 0234-5092820

Im Zeichen der Intergration

RN, 21.09.2011

Die Interkulturelle Woche setzt auf Musik und Kunst

Interkulturelle Woche startet mit Weltkindertag

WAZ, 21.09.2011

Über 40 Veranstaltungen - darunter vier hochkarätige Konzerte - locken

Entdeckungen im Ausland

RN, 07.09.2011

Projekt schickt Arbeitssuchende für zwei Monate ins Ausland / Eine Millionen Euro Etat
5000 Euro für mehr Selbstwertgefühl. Mit einer Millionen-Förderung unterstützt der europäische Sozialfond ein Bochumer Projekt, das Menschen, die nach einem Ausbildungs-oder Arbeitsplatz suchen, ins Ausland schickt.
Italien, Polen oder Frankreich;, sechs bis acht Wochen lang. Das Ziel : die eigenen Grenzen zu überwinden, neuen Mut zu fassen, das Selbstwertgefühl und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken.
"Was soll ein Aufenthalt in Limoges in Frankreich oder in Asti in Italien jemanden nutzen, der sich nicht traut, von Wattenscheid zur Arbeit in die Bochumer Stadtmitte zu fahren", fragt Martina Fischer, Chefin des Jobcenters. Die Antwort gibt Udo Glantschnig von der Arbeitsagentur:
"Jeder der den Schritt wagt, für eine Zeit ins Ausland zu gehen, kommt nicht als dieselbe Person zurück. Im positiven Sinne."
Jobcenter und Arbeitsagentur sind wie die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kooperationspartner in dem Projekt mit dem Namen "Grenzen überwinden". Der Bildungsträger Gewerkstatt und das Bildungsinstitut Vogel übernehmen den operativen Part.
200 Bochumer wollen sie in den kommenden drei Jahren ins Ausland schicken.
Vier bis fünf Monate läuft das Projet für jeden teilnehmer. Vorbereitung mit unterricht in Sprache, Landeskunde und zweimonatige Aufenthalt im Ausland mit einem Praktikum dort und die Nachbereitung in Deutschland. Mit je 15 Teilnehmern geht es in das europäische Ausland. Geschlafen wird gemeinsam im Hotel oder Gästehaus. Die deutschen Sozialpädagogin sind in den ersten zwei Wochen mit vor Ort.
Eigenständikeut
Wie viel Eigenständigkeit lässt sich in einem derart geschützem Rahmen erlernen?
"Viele der Teilnehmer waren noch nie im Ausland", sagt Barbara Bernhard, Sozialpädagogin in der Gewerkstatt. "Ohne Begleitung geht das nicht." Bei ähnlichen Projekten haben sie jedoch festgestellt, wie schnell die jungen Menschen sich vor Ort entwickeln, wie die Motivation steigt, wie sie sich trotz Sprachhemmnissen im Betrieb verständigen. "Eigene Grenzen zu überwinden ist wichtig", sagt Fischer. "Auch wenn das nicht unmittelbar in einen Job führt."
Dank der großzügigen EU-Förderung steht für dieses Projekt ungewöhnlich viel Geld zur Verfügung: eine Millionen Euro.
Macht bei 200 Teilnehmern 5000 Euro pro Kopf. Dennoch bleibt bei dieser gewaltigen Summe scheinbar kein Cent übrig, um den jungen Menschen im Ausland noch ein Taschengeld mit auf den Weg zu geben.
Kontakt
Das Projekt richte sich an Menschen, die einen Ausbildungs-oder Arbeitsplatz suchen. Neben dem Jobcenter und der Arbeitsagentur vermittelt auch die Selbsthilfe-Kontaktstelle Teilnehmer.
Ansprechpartner sind
Barbara Bernhard von der Gewerkstatt, Tel (0234) 92563932, E-Mail: bernard@gewerkstatt
und Ewelina Bujala vom Institut Vogel, Tel.:(0234) 6918480,E-Mail:e.bujala@givo-ifbb.de
Informationen auch im Internet unter.
www.gewerkstatt.de

Gemeinsam sind wir stärker

WAZ, 06.09.2011

Beim Selbsthilfetag im City-Point und der Drehscheibe betreiben viele engagierte Gruppen Information und Aufklärung
"Gemeinsam sind wir stark!". So lautet das Motto beim Bochumer Selbsthilfetag unlängst in der Drehscheibe und im City-Point. Bereits zum siebten Mal stellten sich dort Selbsthilfegruppen aus der Stadt vor: von "A" wie Adipositas bis zu "W" wie weißer Ring. Über drei Etagen waren Infostände verteilt, und Gruppenmitglieder luden die Passanten ein, sich zu informieren.
"Ich glaube nicht, das wir hier direkt neue Mitglieder finden", meinte Swen (37) von der Selbsthilfegruppe für Alkoholkranke, T-Alk. "Dazu ist die Hemmschwelle bei der Alkohlsucht einfach zu hoch. Aber vieleicht findet sich ja der ein oder der andere Geldspender." Dafür legten sich die Vereinsmitglieder mächtig ins Zeug: Auf einer Leinwand wurde live aus dem Chatraum der Gruppe übertragen. "Schließlich ist es vor allem der Chat, der die Arbeit von T-Alk ausmacht", erklärte Swen.
Aus dem Märchenbuch
Stand an Stand drängte sich in der Einkaufsmeile - einer war besonders bunt. Ein "Mensch, ärgere dich nicht"Spiel, neben überdiemensionierten Spielkarten, Märchenbüchern und vielem mehr. "Das sind alles Dinge für Blinde und Sehbehinderte", erklärte Elfie Zirkel, Vorsitzende des Vereines für Blinde und Sehbehinderte in Wattenscheid. Sie wolle zeigen, was es inzwischen alles für Betroffene gebe, so die 56-Jährige. "Etwa dieses Märchenbuch", erklärt sie. "Die Blindenschrift ist mit normaler Schrift hinterlegt. So können Eltern mit ihren blinden Kindern zusammen lesen". Jeden Freitag bietet die Gruppe von 10 bis 17 Uhr ein Treffen im Caritaszentrum an der Probst-Hellmich-Promenade an.
Vor allem Informationen bot Rosemarie Gwosdz von der Fibromyalgie-Selbsthilfegruppe Bochum Süd-West an.
Das Krankheitsbild: nicht entzündliche, chronische Schmerzen im Bereich des ganzen Körpers. "Viele haben Schmerzen und wissen garnicht, warum" , erklärte Gwosdz. Es sei schon vorgekommen, das Erkrankte erst durch den Kontakt mit der Gruppe überhaupt auf die Idee gekommen seien, Fibomyalgie zu haben. "Betroffen sind bundesweit rund 2,5 Millionen Menschen", schätzte Gwosdz. "Aber die Dunkelziffer ist höher". Meist dauere es Jahre, bis man die richtige Diagnose bekomme, im Schnitt fünf. "Aufklärung und Information ist deshalb besonders wichtig", meinte sie.
Am Rande
Über die Selbsthilfe in Bochum
Rund 240 Selbsthilfegruppen mit über 300 Angeboten gibt es in Bochum: Viele organisieren sich über die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes an der Alsenstraße 19a. Alle zwei Jahre stellen sich einige Gruppen sich und ihre Arbeit beim Selbsthilfetag in der Drehscheibe vor - 59 hatten diesmal ihre Stände aufgebaut. Organisiert wird der Tag vom Paritätischen und der AOK.

Krankheit mit vielen Gesichtern

WAZ, 02.09.2011

Neurofibromatose ist meist eine gut sichtbare Krankheit. In der Selbsthilfegruppe stärken Betroffene ihr Selbstbewußtsein.
"Ich kann Sie nicht einstellen, wenn ich lese, wie die Krankheit mal enden könnte"- das hat Elke T. schon von einem Personalchef zu hören bekommen. Die 40-Jährige leidet - wie etwa 40.000 Menschen in Deutschland - unter Neurofibromatose. Die Krankheit wird auch Morbus Recklinghausen oder "die Krankheit mit den vielen Gesichtern" genannt, denn die Symtome können sehr unterschiedlich sein. Trotzdem verbindet die Betroffenen natürlich Etwas und genau deshalb haben sie im März 2011 eine Selbsthilfegruppe in Bochum gegründet.
Ich wollte mich schon immer ehenamtlich engagieren, aber ich bin nie darauf gekommen, damit auch mir selber zu helfen", gesteht Betina W.(45). Zusammen mit Elke leitet sie die Gruppe. "Wir kannten uns vorher nicht, mittlerweile sind wir so etwas wie Freundinnen", erzählt Elke, "mit anderen Erkrankten spricht man gleich so, als ob man sie schon lange kennt". Für Außenstehende sei es schwer, die Problem der Erkrankten zu verstehen. Meist sind die Symtome des Gendefektes gut sichtbar: verschiedene gutartige Tumore auf und unter der Haut, Knochenfehlbildungen oder Pigmentstörungen. Andere Krankheitsmerkmale sind Leistungsstörungen, Kopfschmerzen und Aufmerksamkeitsdefizete. "Einiges kann man heutzutage mit der Chirugie lösen ", erklärte Elke, "aber die Narben bleiben, ebenso wie das verminderte Selbstwertgefühl". Anders als das kaum häufigere Down-Syndrom sei Morbus Recklinghausen in der Bevölkerung kaum bekannt. Die Folgen des Ungewissens: "Man wird angestarrt", so Elke.
Wo Chirurgen und Medikamente nicht weiterhelfen können, scheint das die Selbsthilfe zu tun. Schon nach kürzester Zeit ist die Gruppe auf 40 Mitglieder angewachsen - Das jüngster Mitglied ist drei, das älteste 78 Jahre alt. "Klar bedeutet das für uns eine Menge organisatorischen "Aufwand" räumt Betina ein, aber seit wir uns regelmäßig treffen, habe ich ein ganz anderes Selbstbewußtsein". Der Bedarf für die Selbsthilfe scheint groß zu sein: Aus dem ganzen Ruhrgebiet kommen die Erkankten zu dem Treffen."Früher hben wir versucht, die Krankheit zu verdrängen", erklärt Elke abschließend, "heute identifizieren wir uns richtig mit Morbus Recklinghausen." Die positiven Feedbacks zeigen, dass es die richtige Entscheidung war, die Neurofibromatosegruppe zu gründen.
Treffen
Neue Willkommen
Alle acht Wochen treffen sich die Mitglieder der Selbsthilfegruppe Neurofibromatose im Haus der Begegnung (Alstenstraße 19a).
Neue Mitglieder sind willkommen, weitere Gruppen in der Nähe gibt es in Düsseldorf, Köln-Bonn und Bremen.
Kontakt und weitere Informationen gibt es bei der Selbsthilfekontaktstelle unter der Telefonnummer 0234-311066 .
Beim Selbsthilfetag steht der Infostand im Erdgeschoß der Drehscheibe.

Info-Abend:
Depressionen bei Männern

WAZ, 02.09.2011

"Männerdepression, ein unbekanntes Leiden", heißt es am Dienstag, 06.September, an der Alexandrienstraße. Das LWL-Universitätsklinikum ist Ausrichterin eines Info-Abends des Bochumer Bündnisses gegen Depressionen.
"Männer kommen in der Regel garnicht auf die Idee, eine Depression zu haben, wenn sie Kopfschmerzen, Brustbeklemmungen oder Gliederschmerzen bemerken", will das Büpndniss über die Krankheit informieren. Als Referenten werden zwei bedeutende Experten erwartet. Die Münchner Soziologin Prof. Dr. Anna Maria Möller-Leimkühler beleuchtet Männerdepressionen einen gesellschaftlichen Blickwinkel, Psychiater Prof. Dr. Ulrich Treckmann (Hemer) behandelt die Krankheitaus diagnostischer und therapeutischer Sicht.
Beginn im LWL-Tagungsraum ist um 17:30 Uhr.
Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Fachkollegen. Um eine vorhergehende Anmeldung unter der Nummer 0234/ 50 77 1320 wird gebeten.

Wenn abends der Druck steigt

WAZ, 30.08.2011

Verein "T-ALK" ist ein Chat-Portal für Alkoholkranke, das die normalen Selbsthilfeangebote ergänzen will
Lutz Tomala

Bei dem Wort Selbsthilfegruppe denken viele Menschen u.a. gleich an die Anonymen Alkoholiker - der Verein "T-ALK" ist anders. "Wir sind keine klassische Selbsthilfegruppe", erklärt Susanne S. (50), die Schriftführerin, "wir betreiben ein Internetportal für Alkoholkranke". Rund um die Uhr ist das Team - selber Betroffene der Suchtkrankheit - an ihren Computern erreichbar.
Ist das ein neues Konzept der Selbsthilfe? "Wir wollen die klassischen Gruppen nicht ersetzen", widerspricht Vereinsmitglied Swen W., sondern lediglich ergänzen". Gerade abends, wenn man alleine zu Hause sitze, sei der Trinkdruck groß, berichtet der 37-Jährige aus Erfahrung. "Eine Selbsthilfegruppe kann da nicht weiter helfen", meint er, "wir schon, bei uns ist fast immer jemand online, mit dem man reden, sich ablenken kann".
"Mit dem Chat bieten wir ein sehr niedrigschwelliges Angebot", erklärt Lisa W. (53). Es sei viel einfacher, anonym und ohne Anmeldung über seine Probleme und Gedanken zu sprechen. "Ich fand es am Anfang auch komisch, mit Leuten zu chatten", gibt Swen zu, "aber man fühlt sich schnell bei uns zu Hause".
Dass sich irgendjemand mal die Mühe macht und online geht, um die Mitglieder des Vereins lediglich zu "verarschen", glaubt er nicht. Ein weiterer Vorteil der Internetplattform im Vergleich zur Gruppe ist die räumliche Verfügbarkeit. "Wir haben eine Verbreitung im gesamten deutschsprachigen Raum", so Susanne, "bis nach Österreich". Regelmäßig gibt es neben dem normalen Chat Themenabende. Teilnehmer schlagen Themen vor, über die dann gemeinsam diskutiert wird: Ist Alkoholismus eine Krankheit? Kann der erste Rausch schon zur Abhängigkeit führen? Gibt es hoffnungslose Fälle? "Manchmal wird aber auch einfach nur geplaudert", räumt Swen ein. "Freizeitgestaltung ist für Suchtkranke ein wichtiges Thema".
Einmal haben sich die Chatter 2010 sogar in der Realität in Essen getroffen - Das Thema: "Wie viel ist zu viel?". "Das war gut besucht", berichtet Susanne, "vielleicht können wir das nun jedes Jahr machen".
Ein weiterer Unterschied zu den normalen Selbsthilfegruppen: Der Altersdurchschnitt ist niedriger. "Wir haben sogar schon mit 14-Jährigen über ihre Probleme mit dem Alkohol gechattet", erzählt Swen. T-ALK wolle den Gruppen auch nicht das Klientel abgraben, betont er. "Ich sage eigentlich Jedem, dass er es mal mit einer Selbsthilfegruppe versuchen soll", meint Swen. "Ich selber habe einige Zeit gebraucht, die Richtige zu finden, die besuche ich immer noch regelmäßig, trotz des Chats". Gerade für die Freizeit sei der Chat die ideale Lösung, ergänzt Lisa, "und wir sind auch nicht böse, wenn jemand rückfällig wird".
Insgesamt rund 100 Chatter sind zur Zeit bei www.t-alk.net angemeldet, dazu gibt es viel nicht angemeldete Gäste. Meist tummeln sich um die fünf Chatter in dem Forum, bei Themenabenden sind es bis zu 20. Kernzeiten für den 24-Stunden-Chat sind 10 bis 11 und 20 bis 22 Uhr. Beim Selbsthilfetag ist T-ALK zum ersten Mal dabei und wartet mit Live-Chat und Beamer-Präsentation im Erdgeschoss des City-Point auf.

Ansprechpartner finden für den Notfall

RN, 24.08.2011

Initiativen stellen sich Bürgern vor

Suchterkrankungen in all ihren Facetten bescherten der Selbsthilfe-Kontaktstelle über viele Jahre die mit Abstand meisten Nachfragen nach Hilfsangeboten. Im vergangenen Jahr hat sich das gedreht. Das große Thema waren psychische Erkrankungen. Die Leiterin der Kontaktstelle, Dorothée Köllner, glaubt nicht, dass dies nur eine Folge eines veränderten Umgangs mit dem früheren Tabuthema ist.
"Die Zahl der psychisch erkrankten Menschen hat auch in Bochum zugenommen", sagt sie. Und zwar in so großem Maße, dass sich mittlerweile eine ganze Reihe von Selbsthilfegruppen gebildet hat. Teilweise sei die Nachfrage so groß, dass nur noch an einer Gruppensitzung im Monat neue Teilnehmer zugelassen sind.
Selbsthilfetag
Wie groß die gesellschaftlichen Veränderungen und damit auch die Nachfragen nach Selbsthilfegruppen sind, wird am nächsten Samstag, 3. September, deutlich. Bereits zum siebten Mal stellen sich Gruppen aus den Bereichen Gesundheit, Sucht und Soziales vor. Neben vielfältigem Informationsmaterial gibt es auch praktische Erfahrungen. Der Kreuzbund bringt eine sogenannte Rauschbrille mit, die beim Durchsehen verschiedene Promillegrenzen simuliert.
Insgesamt bieten 59 Selbsthilfegruppen Auskunft und Beratung an. Trotz dieser großen Zahl ist es nur ein Ausschnitt der breit gefächerten Hilfsangebote.
240 Gruppen
Etwa 18000 Menschen sind in Selbsthilfegruppen aktiv oder durch Angehörige mit ihnen verbunden. Aktuell gibt es in Bochum 240 Gruppen. Eine sich immer verändernde Zahl. Es lösen sich Gruppen auf, es gründen sich neue Initiativen. 2010 beispielsweise Hörgeschädigte oder Verwitwete, die bewusst positiv nach vorne blicken.
Sie alle haben dazu beigetragen, dass der Ansatz der Selbsthilfegruppen in der Stadt weitgehend bekannt ist. In den Gesprächen beim Selbsthilfetag geht es deshalb auch um konkrete inhaltliche Fragen. "Viele Besucher melden sich erst nach Wochen oder Monaten", sagt Dorothée Köllner. thas

Daten
Der 7. Bochumer Selbsthilfetag findet am Samstag, 3. September, statt. Fast 60 Gruppen und Selbsthilfeorganisationen sowie Fachverbände werden sich an diesem Tag von 11 bis 18 Uhr im Einkaufszentrum Drehscheibe/City-Point in der Innenstadt präsentieren.

Denksport im Haus der Begegnung

RN 20.08.2011

Nach der Sommerpause treffen sich die Freunde des Denksports der Initiative Behinderter und ihrer Freunde (IBF) wöchentlich zum Schach im Haus der Begegnung, Alsenstr. 19a. Neue Teilnehmer sind eingeladen, egal ob Wiedereinsteiger oder Fortgeschrittener. Gespielt wird dienstags ab 15 Uhr.
Zum Selbsthilfetag am 3. September steht die Leitung des Schachtreffs in der Drehscheibe für Fragen zur Verfügung . Mehr Infos hat Willi Schröder unter Tel. 0234/28 89 54

Bruchstücke von Sprache

WAZ, 19.08.11

Wie Hörgeschädigte ihren Alltag erleben, von Lippen lesen, Offenes rekonstruieren und weitere Klippen umschiffen
Lutz Tomala

Hören ist Hochleistungssport - zumindest für Sabine Blömeke (48) und Annemarie Rynek (53). Beide leiten die Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte in Bochum. Bei ihren Treffen sprechen sie über die vielen Probleme im Alltag: "Viele glauben immer noch, ich wäre schwer von Begriff, wenn ich sie nicht beim ersten Mal verstehe", berichtet Blömeke.
Aber auch auf dem Arbeitsmarkt haben Hörgeschädigte oftmals ehrhebliche Schwierigkeiten. Beim Selbsthilfetag am 3. September ist die Gruppe zum ersten Mal mit einem Stand vertreten. "Wir sind nicht hör- sondern eigentlich kommunikationsbehindert", erklärt Blömeke. Sie hört seit ihrer Kindheit kaum etwas. Anders als bei Sehbehinderungen, kann der Hörschaden nie ganz korrigiert werden, selbst mit einem Hörgerät nicht.
Die Folge: Menschen wie Sabine Blömeke verstehen bei Gesprächen häufig nur Bruchstücke. "Den Rest muss mann im Kopf rekonstruieren", erzählt Blömeke, "das kostet wahnsinnig viel Energie". "Wir Hörgeschädigten sind abends früh müde und schlafen viel", bestätigt Rynek. Dazu käme der psychische Druck, nicht als dumm da zu stehen. Stressymptome wie Kopfschmerzen und "Burnout" gehörten zum Leben vieler Hörgeschädigter, ergänzt Rynek.
Auch im Job gibt es oft Probleme. "Mir hat mal ein Personalchef gesagt", erzählt Blömeke, "wenn ich Sie einstelle, dann nur unter der Bedingung, dass es keinen Stress für andere Mitarbeiter bedeutet". Diskriminierend. In der Selbsthilfegruppe sind zwei Frührentner und zwei Arbeitslose. "Für Behinderte gibt es angeblich viele Jobs", beschwert sich Blömeke, "für Hörgeschädigte nur wenige".
In der Gruppe tauscht man sich vor allem über Probleme im Alltag aus: Viele können nicht telefonieren, weil sie rund 30 Prozent des Gesprächs vom Mund ablesen müssen, Musik hören nur wenige. "Es tut einfach gut sich mit Betroffenen auszutauschen", findet Blömeke, "meine Freunde hören alle normal, vieles können die nicht verstehen". Das Wichtigste sei deshalb sich in der Gruppe zu öffnen. Um Stress abzubauen wird gemeinsam gekocht und Sabine Blömeke bietet Malkurse an, Stunden der Ruhe. "Demnächst will ich außerdem noch einen Malkurs für hörgeschädigte Kinder anbieten", sagt Blömeke, parallel dazu sollen sich dann die Eltern treffen und untereinander austauschen. So eine starke Gemeinschaft bilden, die sich gemeinsam den Problemen stellt und in der jeder für den anderen da ist.
"Unsere Umwelt können wir nicht ändern", zieht Sabine Blömeke ein eher bitteres Resümee, "aber wir können lernen besser in ihr klar zu kommen".

Treffen jeden dritten Montag
Haus der Begegnung

Seit 2009 trifft sich die Selbsthilfegruppe jeden 3. Montag im Monat um 19.30 im Haus der Begegnung (Alsenstraße 19a). Bei Interesse kann man sich per Mail an Sabine Blömeke unter info@moka-emuro.de oder bei Annemarie Rynek unter 023487087 und per Mail an Annemarie.Rynek@t-online.de melden. Der Infostand beim Selbsthilfetag am 3. September steht in der 1. Etage der Drehscheibe.

Das andere Atmen

WAZ, 16.08.11

Selbsthilfegruppe für Lungenkrebs-Erkrankte: Auch Angehörige wissen den Austausch zu schätzen
Lutz Tomala

Was ist, wenn das natürlichste auf der Welt: das Atmen, plötzlich gar nicht mehr so selbstverständlich ist? Mit dieser Frage müssen sich an Lungenkrebs Erkrankte auseinandersetzen. "Keine leichte Frage", findet Lisbeth Söring-Spyra. Die 59-Jährige leitet die Lungenkrebs-Selbsthilfegruppe "Das andere Atmen". Diese ist bereits zum zweiten Mal beim Selbsthilfetag mit einem Stand vertreten.
Seit November 2009 treffen sich in Bochum Menschen mit Lungenkrebs und ihre Angehörigen. "Viele sind am Anfang skeptisch gewesen", erzählt Söring-Spyra, Lungenkrebs ist keine typische Erkrankung, die man in einer Selbsthilfegruppe bespricht. "Der Erfahrungsaustausch ist wirklich eine große Hilfe", erklärt Söring-Spyra, "nicht nur für Erkrankte wie meinen Mann, auch für Angehörige wie mich".
Lungenkrebs bedeutet einen tiefen Einschnitt in den Lebensalltag. In Deutschland ist es bei Männern laut Wikipedia die dritthäufigste Krebsart. Als Todesursache liegt sie dabei auf Platz Eins. Die durchschnittliche Fünfjahres-Überlebensrate liegt unter fünf Prozent. "Die Nachricht, man habe Lungenkrebs, hat natürlich auch psychische Folgen", meint Söring-Spyra. Als Selbsthilfegruppe könne man da nur bedingt helfen. "Wir wollen die professionelle Beratung nicht ersetzen, nur ergänzen", stellt sie fest.
Bei den Treffen werden deshalb nicht nur Erfahrungen ausgetauscht - Wo ist die "Reha" am besten? Was hat mir am besten geholfen? - es gibt auch Gastvorträge von Experten. "Natürlich verbringen wir auch einfach mal Freizeit miteinander", so Söring-Spyra, "Kaffe trinken, Essen gehen und Ausflüge machen". Gemeinsames Lachen und das "Wir-Gefühl" seien wichtige Punkte bei der Selbsthilfe.
"Wir" das sind bei "Das andere Atmen" zur Zeit rund zwölf Gruppenmitglieder, die meisten um die 60 Jahre alt. In diesem Alter ist die Erkrankungsrate besonders hoch. "Interessanterweise sind wir in der Gruppe mehr Frauen", mein Söring-Sypra, "obwohl mehr Männer betroffen sind". Vielleicht liege es daran, dass Männer eher versuchen, selbst mit dem Lungenkrebs und den Folgen zurecht zu kommen. "Frauen sind bei uns die treibende Kraft", erklärt sie.
"Jedes neue Mitglied ist bei uns willkommen", lädt Söring-Sypra ein. Das Ziel sei: genug Mitglieder zusammen zu bekommen, um einen Verein gründen zu können. Jeden ersten Mittwoch im Monat trifft sich die Gruppe "Das andere Atmen". Meist erscheinen nur rund die Hälfte der zwölf Mitglieder, es ist also noch Platz für neue. Von 17 bis 19 Uhr werden in der Zahnklinik der Augusta-Krankenanstalt (Bergstraße 26) Erfahrungen ausgetauscht und Probleme besprochen. Die Gruppe kooperiert end mit dem Krankenhaus und ist daran beteiligt es Selbsthilfe-freundlicher zu gestalten.
Kontakt zur Gruppe gibt es über die Selbsthilfe-Kontaktstelle, Alsenstraße 19a, unter der Rufnummer 0234 58 807 07 oder auf www.selbsthilfe-bochum.de.

240 Gruppen
Selbsthilfetag in Bochum

Aus eigener Kraft die Lebenssituation verbessern - das ist das erklärte Ziel von so genannten Selbsthilfegruppen. Frauen und Männer mit Problemen - von Adipositas über Hepatitis bis zu Tinnitus - tun sich zusammen und helfen sich selbst.
In Bochum gibt es mittlerweile rund 240 Selbsthilfegruppen mit über 300 Angeboten. Die Fäden laufen dabei bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum vom Paritätischen Wohlfahrtsverband zusammen.
Dieses Dichte Netz stellt sich beim 7. Bochumer Selbsthilfetag, am 3. September in der Drehscheibe / City Point vor. Insgesamt 59 Info-Stände laden ab 11 Uhr dazu ein, sich zu informieren und Kontakt herzustellen.
Der Selbsthilfetag am Boulevard findet alle zwei Jahre statt. Die WAZ stellt in einer wöchentlich erscheindenen Serie fünf Selbsthilfegruppen vor. Diese sind natürlich auch mit Ständen beim Selbsthilfetag vertreten.

Selbsthilfetag: 59 Gruppen stellen sich vor

WAZ, 15.08.11

Aus eigener Kraft die Lebenssituation verbessern - das ist das erklärte Ziel von Selbsthilfegruppen. Menschen mit gesundheitlichen Problemen - von Adipositas über Hepatitis bis zu Tinnitus - tun sich jeweils zusammen und helfen sich gegenseitig. Dabei geht es nicht nur um den Austausch wertvoller Informationen, sondern auch um das Gespräch mit anderen Betroffenen.
In Bochum gibt es rund 240 Selbsthilfegruppen mit über 300 Angeboten. Die Fäden laufen bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum vom Paritätischen Wohlfahrtsverband zusammen. Dieses dichte Netz stellt sich beim siebten Bochumer Selbsthilfetag am 3. September in den Einkaufscentern Drehscheibe / City-Point vor und will Einblicke in die Arbeit einiger der Gruppen geben. Insgesamt 59 Info-Stände laden an diesem Tag ab 11 Uhr dazu ein, sich zu informieren und Kontakt herzustellen. Der Selbsthilfetag am Boulevard Bochum findet alle zwei Jahre statt.

"Es wird nicht nur gejammert"

WAZ 10.08.2011

Das sagt Dorothèe Köllner vom Paritätischen Wohlfahrtsverband über die 240 Selbsthilfe-Kontaktstellen
(Anmerkung der Selbsthilfe-Kontaktstelle: 240 Selbsthilfe-Gruppen)
Jeder 20. Bochumer besuchte 2010 eine Selbsthilfegruppe - jedenfalls im Schnitt. 240 Selbsthilfe-Kontaktstellen (Anmerkung der Selbsthilfe-Kontaktstelle: 240 Selbsthilfe-Gruppen) des Paritätischen Wohlpfahrtsverbandes gibt es in unserer Stadt. Was hinter den Zahlen steckt, wie sich eine Selbsthilfegruppe gründet und wo die Nöte am größten sind, darüber sprach die Leiterin Dorothée Köllner mit WAZ -Mitarbeiterin Jimena Salloch.
Wie gründet sich eine Selbsthilfegruppe?
Grundsätzlich kann sich jede Einzelpersonan uns wenden, die den Wunsch hat, eine Gruppe zu grüdnen. So haben wir etwa die der "Verwitweten" neu im Programm. Wir starten mit einem Einzelgespräch, in dem ich zunächst beratend zur Seite stehe. Ich gebe Tipps, wie die Person an die Öffentlichkeit gelangt, stelle das Anliegen der Gruppengründung auf unserer Internetseite ( www.selbsthilfe-bochum.de) vor und schicke Handzettel an soziale Beratungsstellen, wenn gewünscht. Anschließend organisiere ich einen Raum und moderiere die ersten Treffen.
Reagieren die Menschen zu Beginn der Treffen eher schüchtern oder schämen sich gar?
Das kommt ganz darauf an. Die meisten Suchtpatienten oder Menschen mit psychischen Problemen verhalten sich anfangs tendenziell eher zurückhaltend. Ganz im Gegensatz zu chronisch Kranken, sie sprudeln wie eine Wasserquelle, berichten von Ihrer Odyssee zu Ärzten, die sie bereits hinter sich haben. Doch für alle gilt: Aus Menschen, die sich nicht kennen, formiert sich nach und nach eine Gruppe. Natürlich gibt es auch jene, für die sich eine Gruppentherapie (Anmerkung der Selbsthilfe-Kontaktstelle: Gruppe) garnicht eignet und denen ich eine Einzelberatung ans Herz lege.
Gehen psychische Erkrankungen oftmals mit finaziellen Problemen einher?
Leider ist es heutzutage schon so, dass viele Faktoren aufeinandertreffen: Schulden, Trennung, Depressionen, Kündigungen. der finazielle Abstieg erfolgt durch Hartz IV wesentlicher rascher als noch vor Jahren - mit verherrenden Folgen. Der soziale Fall belastet, macht mitunter depressiv und bringt nicht selten ganze Familien auseinander.
In solchen Fällen muss geklärt werden, an welcher Stelle überhaupt geholfen werden kann, also ob eine Selbsthilfegruppe "Depressionen" den Betroffenen weiterbringt oder eher die Schulden -und Partnerberatung - oder alles zusammen.
Selbsthilfe erspart dem Sozial und Gesundheitswesen erhebliche Kosten, sagen Sie. Wie funktioniert das?
Im Bezug auf chronisch Kranke habe ich beobachtet, dass solche, die eine Selbsthilfegruppe besuchen, ein enormes Wissen anhäufen.
Sie tauschen sich aus über neue Behandlungsmöglichkeiten, setzten sich mit ihrer Krankheit kritisch auseinander. So kommt es oftmals zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient und spart somit lange Umwege. Der zweite Apekt liegt darin, das es Menschen, die sich in einer Gruppe zusammentun, einfach besser geht. Und durch den Austausch belasten sie nicht ausschließlich ihr soziales Umfeld mit Ihrer Krankengeschichte. Hinzu kommt, das Selbsthilfegruppen für Nachsorge im Gesundheitssystem und somit für eine geringere Rückfallquote sorgen können.
Wenn man an eine Selbsthilfegruppe denkt, herrscht wohl in den Köpfen noch immer das Bild mürrisch dreinblickender Menschen, die in einem Stuhlkreis sitzen...
Mitnichten! Es wird doch nicht nur gejammert. Wir lachen sehr viel, tauschen uns aus - und natürlich ist auch jede Gruppe anders. Besonders beeindruckt hat mich eine autonome Suchtgruppe. Alle waren alkohlsüchtig und noch sehr jung. Die Art und Weise, wie ehrlich und menschlich sie miteinander umgegangen sind, war schon sehr besonders.
Zahlen
Psychische Erkrankungen liegen vor

Themen im Bereich psychische Erkrankungen wurden 2010 am häufgsten nachgefragt: Depressionen und manisch-depressive Erkrankungen(402), Angst und Panikattacken(195), Boderline-Synrdom(30). Im Bereich der Suchtabhänigen wurden die Themen Alkohol-und Medikamentenabhänigkeit(379), Essstörungen(70) sowie Spiel und Onlinesucht(39) nachgefragt. Im Bochum leisten rund 240 Selbsthilfegruppen mit über 300 Angeboten Hilfe. Im Vorfeld des 7. Selbsthilfetages, am 3. September werden wir einige davon in den kommenden Wochen vorstellen.

Abend über Leben mit Depressionen

WAZ 20.06.2011

Das Bochumer Bündniss gegen Depressionen befasst sich am Dienstag, 21. Juni, um 19:30 Uhr im Haus der Begegnung, Alsenstr. 19a, mit dem Thema "Angehörige von depressiv erkrankten Menschen". Nach einer Einführung in das Thema werden Ausschnitte aus dem Film "mit leid" gezeigt, indem Angehörige psychisch kranker Menschen über ihre Erfahrungen berichten. Anschließend wird die "Selbstthilfegruppe für Angehörige psychisch Kranker Bochum" ihre Arbeit vorstellen. Als fachlicher Ansprechpartner ist ein Vertreter des Vereins für psychosoziale Betreuung Bochum sowie darüber hinaus die SelbsthilfeKontaktstelle Bochum anwesend.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. weitere Informationen sind in der Selbsthilfe-Kontktstelle, 0234-5880707 erhältlich.

Selbsthilfegruppe "Bipolare Störung"

RN 10.06.2011

Die neue Selbsthilfegruppe "Bipolare Störungen" trifft sich wieder am Dienstag, 14.Juni, um 18 Uhr in der Tagesklinik des Martin-Luther-Krankenahaues, Voedestr. 79. Geplant sind weitere Treffen jeweils am zweiten und vierten Dienstag im Monat.
Die Erkrankung hat einen starken Einfluss auf die Lebensperspektive und die Familien der Betroffenden. Starke Schwankungen zwischen Euphorie und Trübsinn, das betreffe viele Patienten mit einer manisch-depressiven Erkrankung. Deshalb seien Austausch, Unterstützung und Informationen wichtig für Betroffene und Angehörige, so die Veranstalter. Betroffene und Angehörige sind eingeladen.
Informationen gibt die Selbsthilfe-Kontaktstelle unter der Tel.: 0234-5880707

RN 21.05.2011

"Kopf hoch" bringt`s nicht

Bochumer Bündniss arbeitet seit einem Jahr
"Stell Dich nicht so an, das wird schon wieder" bekommen depressive Menschen oft zu hören. Das das andauernde Gefühl von Niedergeschlagenenheit sich nicht mit einem einfachen "Kopf hoch" beiseite schieben lässt, darauf macht das Bochumer Bündnis gegen Depression aufmerksam. Seit mehr als einem Jahr.
" Wir wollen die Öffentlichtlichkeit über die Erkrankung informieren, gegen die Stigmatisierung Betroffener angehen und Wege zur Hilfe leisten", sagt Dr. Jürgen Höffler, psychiatrischer Chefarzt des Martin-Luther-Krankenhauses über die Ziele des Bündnisses. Wie kann eine Organisation Hilfe leisten bei einer so komplexen Krankheit? Durch Vielseitigkeit. Der Zusammenschluß eint Fachleute, Betroffene und Angehörige. "Das ist kein Expertenclub", so Höffler.
Aber irgendwie ist er es doch. Viele depressive Menschen werden mit der Zeit selbst zu wahren Fachleuten, die andere Kranke unterstützen.
In Selbsthilfegruppen zum Beispiel, mit Gesprächen und Tipps, wo und wie Depressive Hilfe bekommen.
Das weiß Dorotheé Köllner von der Selbsthilfe-Kontaktstelle. Sie hat das Bündnis mitbegründet und ist zufrieden mit der bisherigen Arbeit. Vorträge und Filmvorführungen haben informiert, öffentliche Aktionen, wie beim Stillleben auf der A40, die Menschen erreicht.
Immer noch verbirgt sich die Krankheit unter dem Deckmantel des Schweigens. Oder Ignoranz. Meistens, wenn sich die Menschen im Umfeld hilflos fühlen oder wenig über die Krankheit wissen. In Deutschland sei man nämlich nicht so einfach krank, nicht ohne offentsichtlichen Grund oder Symptome. Ist man aber doch. "Jeder Fünfte kann im Laufe seines Lebens eine manifeste Depressioen durchleben", sagt Prof. Dr. Georg Juckel, Ärztlicher Direktor des LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität. Damit die Akzeptanz der seelischen Krankheit, die auch als Burn-Out-Syndrom gehandelt wird, weiter wächst, plant das Bündniss auch in Zukunft viele Aktionen.
Selbsthilfegruppe
Fünft Selbsthilfegruppen gibt es in Bochum.
Betroffene und Angehörige finden bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle, Alsenstraße 19 a, Tel 0234-5880707
www.selbsthilfe-bochum.de

Schnelltest:

Es gibt verschiede Anzeichen für Depressioen.
Leiden sie seit mehr als 2 Wochen unter ....
1. gedrückter Stimmung?
2. Interessenlosigkeit und/oder Freudlosigkeit, auch sonst angenehmen Ereignissen?
3. Schwunglosigkeit und/oder bleierner Müdigkeit und/oder Unruhe?
4. fehlendem Selbstvertrauen und/oder fehlendem Selbstwertgefühl?
5. verminderter Konzentrationsfähigkeit und/oder Grübelneigung und/oder Unsicherheit
       beim Treffen von Entscheidungen?
6. starken Schuldgefühlen und/oder vermehrter Selbstkritik?
7. negativen Zukunftsperspektiven und/oder Hoffnungslosikkeit?
8. hartnäckigen Schlafstörungen?
9. verminderten Appetit?
10.tiefer Verzweiflung und/oder Todesgedanken?
.................
Bitte beacheten Sie: Dieser Selbsttest kann Hinweise uf eine mögliche Depression liefern. Eine Diagnose wird mit diesem Test nicht gestellt. Hilfe und Unterstützung erhalten Sie bei Ihrem Arzt.
www.buendniss-depression.de



WAZ 20.05.2011

Vorstandswahlen beim Paritätischen

Auf der Mitgliederkonferenz des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes ist der Vorstand der Kreisgruppe Bochum komplettiert worden.
Wieder in das Gremium gewählt wurde das frühere Vorstandsmitglied Günter Oestreich. Dem Vorstand gehören weiterhin an: Bettina Eickhoff, Hermann Gnade, Gertrud Hansen, Elisabeth Marx-Köppen, Angela Siebold und Gisa Tauchert.



RN 19.05.2011

Selbsthilfegruppe "AA" informiert

Die Anonymen Alkoholiker (AA) wollen über Ihre Arbeit informieren und laden am Freitag, 20. Mai, von 19:30 bis 21:30 Uhr ins Evangelische Gemeindehaus Eppendorf, In der Rhode 6, ein. Bei diesem offenen Treffen will die AA Gruppe, die sich immer Freitags trifft, über die Arbeit der Anonymen Alkoholiker informieren. Eingeladen sind Fachleute, die mit trinkenden Menschen zu tun haben, Betroffene, Angehörige, Freunde von Betroffenen sowie alle Menschen, die sich für die Arbeit der Anonymen Alkoholiker interessieren.



WAZ 19.05.2011

Selbsthilfegruppe Bipolare Erkrankungen

Manisch-depressive Erkrankungen, sogenannte Bipolare Störungen, gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.
Am Dienstag, 24.Mai, gründet sich eine Selbsthilfegruppe.
Das Treffen dazu mit einem ersten Informations-und Austausch findet am selben Abend um 18 Uhr in der Tagesklinik des Martin-Luther-Krankenhauses, Voedestraße 79, Wattenscheid (UG, Tagesraum) statt. Info: 0234-5880707



WAZ 14.05.2011

Selbsthilfegruppen für Trennungen

Die neue Selbsthilfegruppe "Trennung und Scheidung" trifft sich zum ersten Mal am Dienstag, 16.Mai, um 18 Uhr im Haus der Begegnung, Alsenstr. 18a, Raum 2.
In der Gruppe geht es um Austausch über die Lebenssituation, um Trennung und Scheidung und darum sich gegenseitig für den neuen Weg Kraft und Mut zu geben.
Informationen unter der Rufnummer: 0234-58 807 07



Selbsthilfe bei bipolarer Störung

RN 05.04.2011

Die Möglichkeit zur Gründung einer Selbsthilfe-Gruppe "Bipolare Störung" in Wattenscheid bieten die Abteilung für Psychiatrie
und Psychotherapie des Martin-Luther-Krankenhauses (MLK) und die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.
In einer Informationsveranstaltung am heutigem Dienstag, 5.April um 18:30 Uhr im Multifunktionraum Haus B des Martin-Luther-Krankenhauses, Voedestr. 79, informieren beide Stellen darüber: Chefarzt Jürgen Höffler wird über das Krankheitsbild berichten, die Selbsthilfekontaktstelle stellt ihre Arbeit vor. Zudem wird die einzige Bochumer Bipolare Selbsthilfe-Gruppe "Achterbahn der Gefühle" für Fragen zur Verfügung stehen und Tipps für die Gründung einer Selbsthilfe-Gruppe geben.
Zu der Veranstaltung eingeladen sind Betroffene und deren Angehörige. Der Eintritt ist frei, eine An ist nicht erforderlich.meldung



Sparkonzept: Irgendjemand leidet immer

WAZ 02.04.2011

Disskussion über das Beratungskonzept, mit dem die Stadt neue Wege in schwierigen Zeiten gehen soll
Es ist für eine Stadt nie einfach, Finazlöcher im Haushalt zu flicken, irgendetwas- oder jemand leidet immer darunter.
Auch die Konsolidirungshilfe von der Bezirksregierung Arnsberg wird daran nichts ändern können, wie der Kinder-und Jungedring befürchtet.
Derzeit beratenddie Fraktionen, ob und in welcher Form sie das angebot der kommunalaufsicht annehmen. Das Beratungskonzept mit dem Titel "Neue Wege in schwierigen Zeiten" soll der Stadt dabei helfen, die Entscheidung vorantreiben.
Rolf Geers, der Geschäftsführer des Kinder- und Jugendringes, erwartet, dass vor allem die sozialen und kulturellen Einrichtungen unter den Sparmaßnahmen und dem kräftigen Personalabbau, wie sie in Arnberg vorschlagen könnte, leiden werden. Und das würde auch der Bürger zu spüren bekommen. "Diese massiven Einsparungen könnten zur Schließung von Stadtteibüchereien oder der Verkürzung der Öffnungszeiten von den Schwimmbädern führen", erzählte Geers am Dienstagabend. Das Bochumer Bündniss für Arbeit und soziale Gerechtigkeitr hatte zur Disskusion geladen.
"Schulden dürfen wir unseren Kindern nicht hinterlassen, aber eine sozial und kulturell verödete Stadt ebenfalls nicht", bekräftigte Geers.
Er kritisierte, das die Haushaltskonsolidierung zum Selbstzweck erhoben würde und dadurch eine "Negativspirale" entstehe. So würde die Stadt immer weiter an Attraktivität verlieren, das Ziel eines ausgelichenen Haushaltes in weite Ferne rücken.
Doch auch die Fraktionen sehen die externe Hilfe kritisch. Der CDU-Fraktioncheff Klaus Franz prohezeit ein "Ende der kommunalen Selbstverwaltung", sollte das Konzept angenommen werden. Eine Aufstockung des Haushaltes sei vor allem durch mehr Einnahmen möglich. Dafür müsse man an das "Tafelsilber" etwa RWE-Anteile der Stadtwerke verkaufen. "Wir müssen an diese Dinge herangehen"
forderte Franz. Die rot-grüne Koaltion bemängelte ebenfalss einige Punkte an dem Angebot, betonte jedoch die Bereitschaft des Regierungspräsidenten Dr. Gerd Bollermann zum Dialog. "Wir stehen noch nicht am Ende der Beratungen", erklärte Dr. Peter Reinirkens, stellvertetender SPD-Ratschef. "Wir formulieren die Forderungen." Kompetenzen des Rates würden nicht an die Bezirksregierung abgegeben.





Trennung verarbeiten

WAZ 17.03.2011

Eine neue Selbsthilfegruppe richtet sich an Menschen, die sich in der Trennung befinden. Bei den Treffen sollen der Austausch über die aktuelle Lebenssituation sowie die Themen Trennung und Scheidung im Mittelpunkt stehen. Willkommen sind Frauen und Männer jeden Alters.
Interessierte können sich in der Selbsthilfe-Kontaktstelle melden, Tel.: (0234) 23674, per E-Mail:selbsthilfe-bochum@paritaet-nrw.org



Enges Versorgungsnetz für psychisch Kranke

WAZ 16.03.2011

Mit einer Veranstaltung soll an den Aufbau der gemeindenahen Versorgung in Bochum erinnert werden.
Das Versorgungsnetz für psychisch kranke Menschen in Bochum gilt als Vorbild und das über die Grenzen der Stadt hinaus.
Die vor 30 Jahren vom verstorbenen ehemaligen Chefarzt der Psychiatrie des Martin-Luther-Krankenhauses (MLK), Dr. Peter Auerbach, angestoßene Vernetzung habe nachweisbar zu einer besseren Versorgung und Beetreuung psychisch kranker Menschen in dieser Stadt geführt, da sind sich die Verantwortlichen sicher.
Mit einer öffentlichen Veranstaltung, am 23.März, 13:30 bis 17:30 Uhr, im Haus der Begegnung, Alsenstr. 19a, soll auf die Entwicklung der letzten Jahre geschaut und ein Blick in die Zukunft geworfen werden. „Gemeindepsychiatrie: Der Weg geht weiter“ lautet die Überschrift an diesem Tag. Zu Vorträgen, Austausch und Diskussionen laden die Veranstalter die interessierte Öffentlichkeit ein.
Warum dieser Verbund so wichtig ist, erklärt Dr. Jörg Kalthoff, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Stadt und gleichzeitig Sprecher des Verbundes: Eine psychische Erkrankung bedeutet für die Betroffenen immer noch eine Stigmatisierung.“ Durch einen ganzen Strauß verschiedener Angebote, wie etwa der Verein „ Die Brücke“ die sich um die gemeinsame Versorgung Betroffener kümmert könne viel geholfen werden. Bärbel Tröster ist Betroffene und nutz die Angebote der Brücke immer noch gern: „Die Kontakte und die Arbeit in den Werkstätten sind für mich sehr wichtig. Sie haben mir geholfen, das mein Tag trotz der Erkrankung wieder an Struktur gewinnt.“
Dr. Jürgen Höffler, heutiger Chefarzt der Psychiatrie am MLK, sagt: „Es gebe hier ein sehr gutes Miteinander ganz unterschiedlicher Gruppen. Obwohl rein statistisch betrachtet etwa jeder vierte Mensch einmal in seinem Leben eine schwere psychische Erkrankung erleiden kann, gilt das Thema vielfach noch als Tabu, worüber niemand gerne spreche. Dadurch das der erkrankte Mensch jedoch in der Nähe ihres Wohnortes behandelt und betreut werden, habe sich nicht zuletzt dank des Engagements von Dr. Auerbach und des gemeindepsychiatrischen Verbundes in Bochum bereits eine Menge geändert.



Ausschüsse in dieser Woche

RN 14.02.2011

Zwei Ausschlüsse und ein Beirat können Interessierte in dieser Woche besuchen.
Am Mittwoch, 16. Februar, um 15 Uhr treffen sich die Mitglieder des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Zimmer 2080/2082 im Bildungs, und Verwaltungszentrum, Gustav-Heinemann-Platz 2-6. Sie befassen sich mit der Vorstellung der Arbeit der Selbsthilfe-Kontaktstelle und der Telefonseelsorge sowie mit der Berichterstattung durch das Jobcenter Bochum.
Der Beirat der Bochum-Agenda 21 tagt ebenfalls am Mittwoch um 18 Uhr, aber in Zimmer 069 im Erdgeschoss des Bildungszentrums, Gustav-Heinemann-Platz 2-6. Hier stehen die Vorstellungen des Projektes "Bürgerforum 2011" sowie Ausgaben 2010 und der Wirtschaftsplan 2011 auf dem Plan.
Die Sitzung des Jugendhilfeausschusses findet am 17. Februar, um 15 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Bochumer Rathauses statt. Die Mitglieder befassen sich mit der KiBiz-Struktur für Kindertageseinrichtungen 2011/2012 sowie mit der Umsetzung der Spielleitplanung 2011.
Alle Sitzungen sind öffentlich.



Angst und Panik
Selbsthilfegruppe für betroffene Frauen

Stadtspiegel 05.01.2011

Die genaue Anzahl von Menschen, die unter Angst-oder Panikattacken leiden ist nicht bekannt. Die Auslöser dieser Erkrankung sind so verschieden und andersartig wie die Attacken selbst.
Eine neue Selbsthilfegruppe speziell für betroffene Frauen trifft sich regelmäßig an jedem ersten und dritten Mittwoch im Monat von 19 bis 21 Uhr im Haus der Begegnung, Alsenstraße 19a. Die Gruppe will keine Therapie ersetzen.
Vielmehr geht es um den Austausch mit Gleichbetroffenen, um zu erfahren, wie diese mit ihren Ängsten umgehen. Lebensfreude wieder zu finden und auch gesellig zusammen zu sein ergänzen die Ziele der Gruppenarbeit.
Weitere Informationen über die Selbsthilfe-Kontaktstelle, Tel.: 5880707.

 

Montag, 11. Juni 2012 um 18.30 Uhr [Mehr]


 
top